Fortuna 16 - Die Lust am Auge(nblick).

Do. 23. Mai 2019 um 19:00h im Fortuna-Kino.

Eine Selektion 16mm Filme zeitgenössischer Avantgarde-
und ExperimentalfilmemacherInnen.

Daniela Zahlner, Bolex Mon Amour, 2011, 2min30s
Friedl Kubelka, Im Wiener Prater, 2013, 3min
Claudia Siefen-Leitich, SEXY HÄTTE DAS NICHT SEIN SOLLEN (It wasn’t Meant to Be Sexy!), 2018, 2min
Martin Čihák & Jan Daňhel, ADAM KADMON, 1993-1994, 29min
Lyndsay Bloom, XOXO, 2011, 2min40s
Thomas Glänzel, Jammertal RGB, 2019, 9min

Idee und Umsetzung: Thomas Glänzel
Filmoperator: Fintan Fleischhacker

Die Idee:
Abseits der kommerziellen Filmindustrie, der Kinokassenschlager und Filmsternchen,
abseits der medial überbelichteten Unterhaltungsbranche, gibt es sie noch.
Filmschaffende, die verteilt über den Globus in ihren Dunkelkammern unbeirrbar und
im Namen der Filmkunst an ihren avantgardistischen Filmexperimenten arbeiten.
Ihre Werke beginnen da, wo der herkömmliche Film aufhört. Der Unterschied zu
diesem liegt vor allem in der Idee, Filme mit unkonventionellen Mitteln zu schaffen,
um Geschichten auf besondere Art zu erzählen. Abstrakte Tonspuren, mathematische
oder suggestive Bildabfolgen, subversive Inhalte – die Grenzen des konventionellen
Films werden in den hier präsentierten Arbeiten bewusst außer Acht gelassen.

Ein gemeinsamer Nenner lässt sich unter den Filmschaffenden allerdings festmachen:
Die Lust am Sehen und der individuelle Blick. In dem vorgeführten Filmprogramm
ist dieser Blick im weitesten Sinne ein erotischer, ein spielerischer, der sich ganz klar
im Schatten der Pornographie bewegen soll. Ein voyeuristischer Spaziergang,
eine zärtliche Abtastung des menschlichen Körpers, nicht zu sexy und nicht zu brav,
all das und noch vieles mehr können diese Filme sein.

Über die filmischen Inhalte hinaus ist die Spielstätte mit dem Fortuna-Kino
absichtlich gewählt. Das 16mm-Filmprogramm läuft während des regulären Betriebs.
Jede Besucherin und jeder Besucher der Vorstellung sei daher informiert, dass auch
während der Vorstellung die Damen des Hauses ihrem Gewerbe nachgehen werden
und auch, dass man der Laufkundschaft dieses Etablissements hier begegnen kann.
Dies ist eine bewusste Entscheidung, ist doch die Auseinandersetzung mit Sex,
mit Liebe, mit Einsamkeit und Nähe, nichts weniger, als der Motor für diesen Kinoabend.

Dazu bitte die Kinoregeln lesen und respektieren.

Das Kino:
Das Fortuna-Kino wurde 1918 erbaut. 1920 wurde es das erste mal offiziell als Kino
geführt und als solches in den Büchern erwähnt. Es war das letzte Kino Wiens das mit
weniger als 150 Sitzplätzen erbaut wurde.Der reguläre Spielbetrieb endete am 19. Mai 1977
mit der Aufführung einer Sexklamotte von Franz Antel "Casanova & Co" mit Tony Curtis
und Marisa Berenson.

Die ursprüngliche Anzahl der Sitzplätze wurde anschließend halbiert und es wurde
zu einem Sexkino umfunktioniert. Gemeinsam mit den Breitenseer Kino ist das Fortuna
das letzte in seiner Ausstattung komplett erhaltene Vorstadtkino Wiens und hat in dieser
Hinsicht schon fast musealen Charakter.

Foyer, Buffetbereich und Saal blieben von der Adaption unverändert. Am 31.07.2013
wurde das Fortuna geschlossen und mit viel Mühe und Aufwand modernisiert ohne den
ursprünglichen optischen Zustand grundlegend zu ändern.

Am 08.02.2016 schrieb das Fortunakino wieder eine neue Geschichte. Es ist Österreichweit
das erste Kino das den Richtlinien des WPG entspricht und genehmigt wurde. Dieser Schritt
war Gesetzlich Notwendig um den Erhalt des Kinos zu gewährleisten.

Die Kinoregeln:
Im Fortuna-Kino gibt es ein paar einfache Spielregeln die es zu befolgen gilt,
um Ihnen und allen anderen einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen:

Für Anregungen, Beschwerden und bei allen Problemen stehen
Ihnen Mario und sein Team jederzeit gerne zur Verfügung.

Adresse:
Fortuna Kino
Favoritenstraße 147
1100 Wien
email: office@fortunakino.at

Öffnungszeiten:
Mo - So 12:00 bis 22:00 Uhr

Tageskarte:
Frauen € 10,50
Männer € 10,50
Paare € 10,50

Event:
Karte p.P € 8,00

Videoverkauf:
€ 7,00 bis € 20,00

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